Viele Unternehmen beschäftigen sich mit derselben Frage: wie finden wir die richtigen Mitarbeitenden?
Die Herausforderung beginnt jedoch oft früher als im eigentlichen Rekrutierungsprozess. Wenn Stellen über längere Zeit unbesetzt bleiben, Fachpersonen schwer zu finden sind oder sich die Anzahl passender Bewerbungen reduziert, liegt die Ursache nicht immer im Rekrutierungsteam oder in den gewählten Kanälen. Häufig lohnt sich ein Blick auf die Organisation als Ganzes.

Bild: Personalgewinnung, claudia winiger GmbH, 2026
Der Arbeitsmarkt verändert sich laufend
Der Fachkräftemangel beschäftigt viele Unternehmen und beeinflusst Wachstum, Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, neue Arbeitsformen und der demografische Wandel die Erwartungen von Arbeitnehmenden. Kandidatinnen und Kandidaten interessieren sich heute nicht nur für Aufgaben und Lohn, sondern auch für Entwicklungsmöglichkeiten, Führungsqualität, Arbeitskultur, Sinnhaftigkeit und Flexibilität.
Wer qualifizierte Menschen gewinnen möchte, sollte sich deshalb nicht nur fragen, wie eine Stelle ausgeschrieben wird, sondern auch, weshalb sich jemand für das Unternehmen entscheiden soll.
Rekrutierung beginnt bei der Arbeitgeberattraktivität
In meinen Projekten zeigt sich immer wieder: erfolgreiche Rekrutierung und Arbeitgeberattraktivität gehören untrennbar zusammen. Organisationen mit einer klaren Identität, authentischer Kommunikation und sichtbaren Entwicklungsmöglichkeiten haben bessere Voraussetzungen, passende Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu halten.
Dabei helfen unter anderem folgende Fragen:
Wofür stehen wir als Arbeitgeber?
Was schätzen unsere heutigen Mitarbeitenden an der Zusammenarbeit?
Welche Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten bieten wir?
Wird unsere Unternehmenskultur für Bewerbende sichtbar?
Sind unsere Stärken als Arbeitgeber klar erkennbar?
Die besten Talente suchen mehr als einen Job
Menschen suchen heute zunehmend einen Ort, an dem sie ihre Fähigkeiten einsetzen, lernen und sich weiterentwickeln können. Eine Position gewinnt an Attraktivität, wenn Bewerbende verstehen, welchen Beitrag sie leisten können und welche Perspektiven sich daraus ergeben.
Deshalb beginnt moderne Rekrutierung nicht mit der Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten, sondern mit einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Organisation. Wer Klarheit über Kultur, Werte, Führung und Entwicklungsmöglichkeiten schafft, gewinnt nicht nur mehr Aufmerksamkeit am Arbeitsmarkt, sondern häufig auch die passenderen Menschen.
Fazit
Der Fachkräftemangel lässt sich nicht allein durch mehr Stelleninserate lösen. Erfolgreiche Rekrutierung entsteht dort, wo eine attraktive Arbeitgeberpositionierung, ein professioneller Rekrutierungsprozess und eine positive Arbeitskultur zusammenkommen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: wie finden wir die richtigen Mitarbeitenden? Sondern auch: warum sollten die richtigen Mitarbeitenden bei uns arbeiten wollen?
Quelle
Eigene Praxiserfahrungen und Fachkonzepte der claudia winiger GmbH aus Mandaten in den Bereichen Rekrutierung, HR ad Interim und HR Change & Transformation.


