Mann am Schreibtisch im Büro beugt sich vor einen Standventilator.

Kühldecken: Wenn der Arbeitsplatz auch bei Hitze funktionieren muss

Der Frühling und Sommer 2026 haben eindrücklich gezeigt, wie stark sich unser Klima verändert. Der Sommer 2026 war in der Schweiz gemäss Meteo Schweiz der heisseste seit Messbeginn 1864. An zahlreichen Orten wurden neue Höchstwerte bei Hitzetagen und Tropennächten gemessen.

Diese Entwicklung wirkt sich auch auf öffentliche Bauten, Bürogebäude und andere Arbeitsorte aus. Arbeitgeber müssen sich zunehmend damit auseinandersetzen, wie Räume auch während längerer Hitzeperioden ein angenehmes und produktives Arbeiten ermöglichen.

Kühlung über die Decke

Wassergeführte Kühldecken arbeiten mit Rohrsystemen oder Modulen, durch die gekühltes Wasser fliesst. Die Deckenflächen nehmen Wärme aus dem Raum auf und sorgen für eine gleichmässige und geräuschlose Temperierung sowie ohne starken Luftzug.

Je nach System können weitere Funktionen integriert werden:

  • Heizen und Kühlen

  • Schallabsorption und bessere Raumakustik

  • Lüftung

  • Beleuchtung und weitere technische Einbauten

  • unterschiedliche Oberflächen und Gestaltungsmöglichkeiten

Damit werden Kühldecken zu einem Bestandteil des gesamten Raum- und Arbeitsplatzkonzepts.

Nachhaltigkeit entscheidet sich im Gesamtsystem

Eine Kühldecke ist nicht automatisch CO₂-neutral. Entscheidend ist, wie die benötigte Energie erzeugt wird. In Verbindung mit erneuerbarem Strom, Wärmepumpen, Erdsonden, Grundwasser, Free Cooling oder anderen nachhaltigen Energiekonzepten kann sie jedoch einen wichtigen Beitrag zu einer energieeffizienten Gebäudekühlung leisten.

Dabei sind nicht nur der Energieverbrauch im Betrieb, sondern auch die eingesetzten Materialien, die Lebensdauer, Reparierbarkeit und spätere Wiederverwendbarkeit zu berücksichtigen. Nachhaltigkeit entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern durch das Zusammenspiel von Gebäude, Technik, Energieversorgung und Nutzung.

Schweizer Lösungen für unterschiedliche Anforderungen

Zum Beispiel die Schweizer KST AG entwickelt und produziert wasser- und luftgeführte Kühl- und Heizdecken. Das Angebot reicht von vollflächigen und fugenlosen Decken über Deckensegel bis zu Lamellen-, Baffel- und thermoaktiven Systemen. Je nach Ausführung können Kühlung, Heizung, Lüftung und Raumakustik miteinander verbunden werden. kstag.ch

Weitere Lösungen bieten beispielsweise BASWA Cool mit einer fugenlosen akustisch wirksamen Oberfläche sowie die Klimadeckensysteme von Barcol-Air AG.

Frühzeitig und gemeinsam planen

Kühldecken lassen sich nicht losgelöst von Architektur und Gebäudetechnik planen. Kühlbedarf, Energieversorgung, Raumhöhe, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt müssen ebenso berücksichtigt werden wie Beleuchtung, Lüftung, Brandschutz und Akustik.

Bei Neubauten, Umbauten und Standortveränderungen sollten diese Fragen deshalb früh geklärt werden. Ich verbinde die Bedürfnisse der Mitarbeitenden mit den Anforderungen der Organisation, der Gebäudetechnik und der räumlichen Umsetzung. Dabei koordiniere ich die Beteiligten und begleite den Prozess von der Bedarfsklärung über die Umsetzung bis zum Controlling.

So entstehen Arbeitswelten, die auch unter veränderten klimatischen Bedingungen funktionieren: für die Menschen, für den Arbeitgeber und mit Blick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen.

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